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Anton Kirchmair

Flieg Tara Flieg

 

Vernissage 21. Januar 2012, 19.30 Uhr 
Musik: Mrs. Greenbird | Lesung: N.N.

Ausstellungsdauer:  bis zum 26.02.2012

 

Bilder von der zweiten Hülle.

 

Die Hülle ist eine Form, die nicht mehr das übriggebliebene, nutzlose Relikt einer Verpackung ist, sondern ein eigenes Leben entwickelt und so den gleichen Stellenwert erhält wie das Objekt, die "eigentliche" Skulptur, die sie anfangs zu schützen hatte.

Auf diese Weise wird der Unterschied zwischen dem Eigentlichen und dem Nebensächlichen aufgehoben. Das voerst Nebensächliche bekommt die Freiheit zu einem eigenen Leben.

 

Das kennzeichnet die Arbeiten von Anton Kirchmair in den letzten Jahren. Kirchmair: "Ich versuche allen am Prozeß meiner Arbeit beteiligten Faktoren ein gleichberechtigtes Mitspracherecht zu gewähren. Dazu befrage ich alle Teilnehmer meiner Arbeit, z.B. das Blatt Papier und den Bleistift, mit denen ich arbeite. Ich frage sie, wie sie in die Hand genommen, wie sie behandelt werden wollen. So komme ich zu meinen Ergebnissen, z.B. meinen Kohleskulpturen.

Irgendwann hatte ich angefangen, meine eigene Holzkohle zu brennen. Ich wollte eine Holzkohle, wie es keine bessere gibt. Aber sie sollte sich nicht für etwas anderes aufreiben, also für eine Zeichnung. Ich wollte sie aus der dienenden Rolle befreien. Ich wollte, dass sie in ihrer schwarzen unergründlichen Schönheit selbst in Erscheinung treten kann. So habe ich denn meine Kohlestäbe keine Linien zeichnen lassen, sondern sie als skulpturale Linien in den Raum gestellt."

 

Anton Kirmairs Beschäftigung mit der Fotografie wurde erst durch die Partnerschaft mit einem Fotografen möglich, der ein Fotogeschäft besitzt und dessen Infrastruktur, technisches Wissen und Erfahrung in die Arbeiten einfließen. Seine Fotografien sind keine Dokumentaraufnahmen, sondern Kunstwerke, mit deren Hilfe er die Gebundenheit an die materielle Schwere einer Skulptur zumindest teilweise überwinden kann. Dennoch ist die Fotografie an diese Schwere gebunden und daher versucht Kirchmair alle "beteiligten Präsentationspartner, die Rahmen, die Rückwände und die Gläser" so leicht wie möglich zu halten.

Kirchmair: "Mein Ziel ist, wie vor einigen Jahren nach Tokio, mit leichtem Gepäck zu reisen, mit einer Ausstellung im Handgepäck - wider den 'Geist der Schwere' von Friederich Nietzsche. Ich werde also 12 gerahmte Fotografien in eine Transportkiste packen und mit dem Zug nach Köln transportieren. Die Kiste wird Teil der Präsentation sein."

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Einladung